Welche Nachrichten uns aus der Ukraine erreichen

Ein objektives Bild vom Geschehen in der Ukraine zu erhalten, ist leider nicht sehr einfach und uns erreichen nur vereinzelt Berichte. Dennoch wissen wir, dass in der Ukraine, wie in vielen anderen Ländern auch, sehr grausam und unnötig getötet wird, und das alleine reicht uns aus, um unseren Protest aufrecht zu halten!

Bericht von einer Fahrt nach Lemberg (Lviv)

Erfahrungsbericht vom 19.01.2012

Nach ständigen Konfrontationen bezüglich der Situation in der Ukraine wegen der EM-2012 durch Medien Internet und Berichte über Reisende in die Ukraine, fesselte mich die Situation irgendwann so stark, dass ich mit der Zeit selbst aktiv was unternehmen wollte.


Ich schrieb den 1.Aufruf und hätte nicht mit so viel positivem Feedback gerechnet, bekam einige nützliche Infos von anderen Tierschützern.


Ich fing an viele Tierschutz-Organisationen anzuschreiben die aktiv in der Ukraine Vorort und mit Tierheimen zusammen arbeiten. Leider kam oft keine Antwort zurück. Auch von machen Personen wo ich dachte, sie würden mich unterstützen, kam oft nichts stattdessen von privaten darunter einige unbekannte Tierschützern mit denen ich nicht rechnete.


Über einige Seiten im Internet fand ich das Tierheim Gostomel in Kiew und schrieb sofort Aleksey (Webadministrator der Seite Gostomel) an um von meinem Vorhaben zu erzählen.


Es lief ganz gut soweit und bekam viele nützliche Infos z.B. Einreisebedingung für Sachspenden, Kriminalität und weitere nützliche Infos. Aleksey befand sich vom 22.12.-15.1.2012 im Urlaub. Ich wollte eigentlich am 2.1.2012 in die Ukraine fahren. Ich wusste nicht ob eine Vertretung meine E-Mails lesen würde, um weiter Planen zu können. Ich stand ja doch schon ein Stück unter Zeitdruck.


Durch Zufall oder Schicksal fand ich eine Internetseite über dieses Tierheim und schrieb sie an. Einige Tage später schrieb mir Carmen zurück. Durch ein Missverständnis kam es zu keinen weiteren Planungen. 


Ich musste meine Fahrt auf den 10. Januar 2012 verschieben, da sich mir Organisatorisches in den Weg stellte, darunter das Mieten eines Autos oder auch der Kontakt vor Ort. Währenddessen suchte ich nach anderen Tierheimen in der Ukraine und fand das "Tierheim der Barmherzigkeit" im äußersten Westen der Ukraine in Lviv. Laut meiner Info das einzige im Westen.


Ich fand eine Tierschutzorganisation die vor einiger Zeit noch aktiv im Tierheim war und schrieb die sie sofort an um weitere Kontaktdaten zu erfahren. Dies war ca. 3 Tage vor der Fahrt. Knapp 1Stunde vor unserer Fahrt erfuhr ich von dieser Organisation das sie nicht mehr mit diesem Tierheim zusammenarbeiten würden.

 

Sie gaben mir eine Adresse vor Ort an die wir uns wenden könnten. Wir fuhren ohne feste Anhaltspunkte mit einer einzigen Adresse in die Ukraine.


Während der Planungen suchte ich noch 1-2 Mitfahrer, weil es bekanntlich auch gefährlich werden kann und Unterstützer die mich beim Anschreiben diverser Tierschutzorganisationen und Spenden sammeln unterstützen sollten. Es fand sich Nella zur Unterstützung und Phil als Aufpasser. Unsere Spenden darunter Geld-/ Futter- und Sachspenden erlangten wir von der Mahnwache München, Tierschützern von Facebook, Bekannten und Freunden.


Wir hatten einige Treffen mit Otto Zrenner von Animal Peace. Er unterstützte und machte uns die Fahrt mit dem Leihwagen von Carsharing möglich. Unsere Fahrt bis kurz vor der ukrainischen Grenze verlief eigentlich gut. Wir haben mit weniger Zeitaufwand und Spritkosten gerechnet. (Laut Google Maps ca. 14-15 Std. statt 22-24 Std., Spritkosten ca. 600 € statt eingeplante 450€ nach Lviv).


Wir sahen auf der Fahrt kurz vor der ukrainischen Grenze ein paar Meter vom Straßenrand und an einer Bushaltestelle die ersten 2 Tierkadaver (eine Katze und ein unidentifizierbares zermatschtes Tier). Die Katze lag an der Haltestelle und das zermatschte Tier einige Meter vom Straßenrand entfernt. Wir können auch jetzt nicht sagen ob es vom Menschen beabsichtigt war.


An der Grenze hatten wir Probleme mit der von uns eingeplanten Menge an Futter und dem Spendenbedarf für die Hunde. Es darf ja nur der Eigenbedarf an Dingen eingeführt werden. Ich denke, es kommt auch auf die Kulanz der Grenzwache an denn schliesslich wurde ein Auge zugedrückt und wir durften nach 4 ½ Stunden Wartezeit einreisen.


Einige Meter nach der Grenze sichteten wir den ersten herrenlosen Hund. Wir blieben sofort stehen, aber er war so scheu und lief weg. Wir verstreuten etwas Futter und waren gleichzeitig froh ihn nicht verletzt gesehen zu haben sondern in einem vitalen Zustand.


Am Mittwoch gegen 22 Uhr erreichten wir Lviv und sahen auch schon den zweiten freilaufenden Hund. Wir hielten an um nach ihm zu schauen. Nella und ich gingen die Straße entlang, wo wir den Hund gesehen hatten und auf einmal hielt neben uns ein schwarzer Kombi mit dunklen Scheiben an.

 

Es saßen 2 Männer drinnen die uns angesprochen haben. Uns war das nicht geheuer und waren froh das Phil (unser 3.Mitfahrer) uns entgegen kam. Als sie sahen das Phil zu uns gehörte, fuhren die Männer auch schon los . Wir kehrten zum Auto zurück und fuhren etwas durch die Stadt um mit Phils I-Phone in ein offenes Internet zu gelangen. Wir suchten die Rottortastrasse (Straße geändert) um an die einzige Kontaktperson Ola zu kommen.

 

Wir erhofften uns die Adresse des Tierheims und die Übersetzung zwischen uns und dem Ukrainischen Tierheim ins Deutsch-Ukrainische. Vermutlich haben wir in einem Halteverbot geparkt als die Polizei auf uns zu gefahren kam. Er sprach uns auf Ukrainisch an und klar verstanden wir nichts und sagten ihm:

 

"English or German" ...Wir hielten ihm die Adresse von Ola auf einem gedruckten „ Ich boykottiere die EM-2012 in der Ukraine"- Hefter hin (war ja nicht auf kyrillisch geschrieben) in der Hoffnung der Polizist könne uns weiter helfen. Er fragte ob wir die Rattortastrasse meinen. Ich verstand ob wir Reporter wären und verneinte es, da wir ja nichts so gutes über Polizei und Bürgen in Bezug auf Tierschützern und Reportern wegen der „Missstände“ EM-2012 hörten. Wir dachten der Polizist sei jetzt weg, stattdessen ging er zum Taxistand und kam mit einem Taxifahrer wieder. Beim 2. mal verstand ich das der Polizist und der Taxifahrer nicht danach fragten ob wir Reporter wären sondern ob wir die Rottortastrasse (Straße geändert) suchen würden.

 

Der Taxifahrer bot uns für 50 Griwna vor uns her zu fahren und uns in die Rottortastrasse (Straße geändert) zu bringen. Ich handelte ihn auf 40 Griwna runter und wir fuhren los. Wir wussten nicht das die Straße von uns nur wenige Minuten entfernt war aber es war ok und wir waren auch froh darüber das wir die Straße ziemlich schnell erreicht haben. Der Taxifahrer brachte uns bis vor Ola`s Tür, da die Straßen-Klingel-Nummerierung anders als in Deutschland ist. Mittlerweile war es kurz nach Mitternacht und wir gingen auf volles Risiko und klopften bei unserer einzigen Kontaktperson „Ola“.

 

Ich klopfte und fragte vor verschlossener Türe ob sie Ola sei. Sie bejahte es also wussten wir das sie da ist. Wir entschuldigten uns für die späte Störung und das wir gerade aus Deutschland angereist waren. Wir erklärten trotz verschlossener Türe unser Vorhaben und das wir von Animal Peace München sind. Leider redeten wir uns den Mund fusselig und bekamen keine Antwort mehr.


Wir gingen zum Auto runter, schrieben eine Nachricht die ich Ihr auf Ihre Tür klebte. Als ein Anwohner Namens Roman mit seinem wunderschönen Schäferhund an uns vorbei lief , stieg Nella aus und fragte nach dem "Tierheim der Barmherzigkeit". Ich stieg mit aus um Nella beim Fragen zu unterstützen und um an ein paar Infos zu gelangen. Roman sprach gebrochenes Englisch, aber er wollte uns helfen und rief seine Tochter an die sehr gut Englisch sprach.

 

Wir erklärten woher wir kamen und was wir vorhaben. Weder Roman noch seine Tochter wussten darüber Bescheid das die herrenlose Hunde qualvoll getötet werden. Im ersten Moment sah es eher so aus als könnten sie uns nicht helfen.

 

Einige Minuten später aber klingelte Romans Telefon wieder, es war seine Tochter die uns mitteilte das es ein Hunde-Haus in einer Ortschaft 10 Minuten entfernt von Lviv gibt. Roman buchstabierte uns den Namen der Ortschaft aber sagte uns zugleich das er uns die genauere Adresse per SMS schicken wolle.


Nach dem Telefonat fragte uns Roman wo wir schlafen würden. Wir sagten das unser Plan war im Auto zu schlafen, was für uns ja auch ok gewesen wäre. Roman war unser vorhaben nicht so geheuer und bot uns an in ein Hotel zu bringen.

 

Wir verneinten und sagten wieder es sei für uns Ok. Als er es ein 2.mal anbot uns ins Hotel zu bringen, nahmen wir an und fuhren ins Hotel.


Am nächsten morgen checkten wir aus, wir hatten die volle Adresse des Tierheims und eine SMS vom Roman mit der Frage ob er uns helfen kann indem er mit uns das Tierheim suchen würde.

 

Wir schrieben ihm das wir bis 13 Uhr in der Hotellobby auf ihn warten würden. Nella und ich wollten aber nicht sinnlose Zeit vergeuden um auf Roman zu warten. Wir beschlossen, dass Phil in der Hotellobby bleibt und wir in der näheren Umgebung auf Hunde Suche gehen würden.

 

Nach schon einigen Metern hinter dem Hotel fanden wir auch schon die ersten Hunde und machten Fotos. Eine Hündin war Trächtig das sah man an ihrem Gesäuge. Sie fraß die Knochen eines Skelettierten Tieres, bei näherer Betrachtung erkannten wir das es von einem Hund war. Darunter lagen auch Teile einer Ziege.

 

Wir suchten nach Ihren Welpen aber ohne Erfolg. Ein anderer etwas älterer Hund schien krank zu sein und war stark am Humpeln. Wir sahen mehrere Hunde hinter einem eingezäunten kleineren Grundstück wo sie rein- und raus laufen konnten. Wir quetschen uns durch dieses Loch und fanden die zweite tote Katze. Es kam mir so vor, als würden sich die Hunde hinter dem Zaun sicher fühlen, sie bellten auch als wir das Grundstück betraten.


Mittlerweile war es 13 Uhr und wir kehrten zurück ins Hotel. Roman war nicht da, aber wir erhielten etwas später eine SMS von Ihm, dass er erst am Abend könne da er in der Arbeit sei. Wir fuhren also zum Tierheim der Barmherzigkeit und haben es auch gleich gefunden. Mit einem lauten Hundegebell wurden wir herzlich empfangen.

 

Mir kamen die Tränen aus verschiedensten Gründen, es war einfach ein sehr emotionaler Moment für mich. Ich war froh das diese 250 Hunde in Sicherheit sind, andererseits sind 3-6 Hunde in ziemlich kleinen Außengehegen wörtlich „eingesperrt“. Ich fragte mich innerlich was artgerechter wäre.

 

Lebenslang in so kleinen Zwingern oder zurück auf die Straßen bzw. in den Wald wo ja scheinbar laut Aussage von Natascha (Leiterin des Tierheims) auch einige Hunde leben und überleben können. Es brach mir das Herz. Wir trafen dort 2 Mitarbeiter an die aber kein Wort Englisch sprachen, das war aber auch nicht schlimm. Unsere Spenden wurden freudig entgegengenommen und wir machten Fotos und Videos.


Leider durften wir nicht ins „Tierheim“ rein da die Leiterin nicht anwesend war. Ich hatte zwischendrin auch echt ein komisches Gefühl weiß aber bis jetzt nicht warum.


Einer der Mitarbeiter telefonierte scheinbar mit der Leiterin und erzählte das wir hier wären. Sie versuchten uns irgendwas zu sagen was wir natürlich nicht verstehen konnten, er zeigte währenddessen mehrmals auf seine Uhr. Wir schauten uns noch etwas um und fanden 2 Mütter mit ihren Welpen und noch einige andere Hunde die vor dem Tierheim frei lebten. Wir fütterten sie und durften mit der Erlaubnis der Mütter dennoch wenn auch misstrauisch näher an sie ran. Das waren wundervolle Momente für uns.


Als wir fahren wollten winkte uns ein Mitarbeiter wieder zurück und wir sahen das eine Frau hinter uns in das Tierheim fuhr. Das war die Leiterin Natascha. Natascha konnte auch kein Englisch, sie rief Sergej an, der übersetzen sollte. Phil telefonierte mit Sergej. Wir bekamen Ola`s und Sergejs Nummer.

 

Ich erfuhr von Phil, nachdem wir wieder Richtung Hotel fuhren, das sie irgendwie nichts festes zwischen denen und uns ausgemacht haben.. "Grrrrr!"...dachte ich mir nur.

 

Als Roman abends da war fuhren wir los, um kleinere Besorgungen zu machen und wieder ins Tierheim zu fahren. Da es schon nach 19 Uhr war hatte das Tierheim schon geschlossen.

 

Marina die Volontärin des Tierheims sprach wenig Englisch aber Roman versuchte zu übersetzen. Sie stieg mit ins Auto ein und wir fuhren Sie nach Hause. Wir bekamen Kontaktdaten. Wir beschlossen noch durch die Stadt zu fahren und sahen einige wenige Hunde. Ein weißer Mischling fiel uns besonders auf. Er schien Flöhe zu haben und krank zu sein. Wir fuhren ihm ein Stück hinter her und machten ein paar Fotos.

 

Am liebsten hätten wir alle eingefangen und ins Tierheim gebracht aber dieses ist schon ziemlich überfüllt. Es tut weh, manche Geschöpfe so hilflos zu sehen. Auch hatte und habe ich immer noch das Gefühl das die Hunde überhaupt NICHT gefährlich sind, eher im Gegenteil einige Hunde die wir sahen sind manchen Menschen freudig und mit schwanzwedelnd hinterher gelaufen oder waren ziemlich scheu dem Menschen gegenüber.

 

Auch hatten wir oft das Gefühl sie wollen vom Menschen im guten beachtet werden. Auch zu uns kam ein süßer Hund angelaufen den wir Lupo nannten. Leider konnten wir ihm nicht helfen. Wir hätten ihn gerne mit genommen aber es hätte definitiv Probleme gegeben.


Unser Auto stand die Nacht zuvor auf dem bewachten Hotel-Parkplatz. Wir fuhren auf den Parkplatz und versuchten wieder rein zu kommen. Obwohl der Parkplatz schon zu hatte lies uns der nette Herr noch rein. Wir gaben ihm etwas Geld und schliefen im Auto auf dem Parkplatz.


Am nächsten morgen überlegten wir was wir noch tun könnten und wollten nochmal zu Ola und Sergej anrufen. Ich wollte alle Möglichkeiten ausreizen und fragte den Hotelangestellten, ob wir telefonieren könnten. Wir erreichten Sergej, aber er konnte uns nicht wirklich helfen, da er in der Arbeit war, aber wollte in 10min im Hotel zurück rufen.

 

Wir warteten über eine halbe Stunde und es kam kein Rückruf. Wir fuhren ein letztes mal zu Ola jedoch war sie nicht da. Der nette Parkzuweiser hielt uns, als wir ein drittes mal angefahren kamen einen Parkplatz frei und mussten auch wieder keine Parkgebühren bezahlen. Nach einigen Misserfolgen bei Ola, sahen wir keinen Sinn mehr und fuhren geknickt in Richtung Heimat mit ein paar Adressen und Nummern.


Nachdem wir schon unterwegs waren und fast vor der Grenze standen,meldete sich ein Ukrainer der Deutsch konnte und fragte uns wann wir am Tierheim sein könnten. Treffpunkt war 16 Uhr vor dem Tierheim mit Natascha (deren Tierheimleitung).


Wir waren etwas früher da und schauten uns nochmal vor dem Tierheim um. Ich ging ein gutes Stück weiter und sah einen verletzten Hund der im Schnitt 10cm große Fleischwunden hatte. Eine Hündin im Gehege schleckte sanft die Wunden und biss vorsichtig die alte Kruste ab. Wieder fragte ich mich innerlich welche Geschöpfe sozialer sind. Es war schön das sehen zu können.

 

Mittlerweile trafen Natascha und der Deutsch-Ukrainische Übersetzer ein (leider hab ich seinen Namen vergessen). Wir fragten ihn, wer ihn über uns informierte und geschickt hatte. Seine Antwort war: „Das war Ola!

 

Wir durften diesmal ins Tierheim rein um uns um zu schauen und Fotos zu machen. Ich fragte ob wir die Quarantänestation sehen dürften, leider durften wir die Station nicht sehen genauso wie den Versorgungsbereich für eventuelle kranke oder verletzte Hunde. Einerseits kann ich es vielleicht verstehen da es dem Tierheim sichtbar an allem fehlt und somit auch dem„optimalen“ Versorgungsbereich oder der Quarantänestation. Wir fragten auch, ob wir demnächst Hunde nach Deutschland vermitteln könnten damit das Tierheim wieder mehr Kapazität für Notfälle hat.

 

Sie stand dem ganzen eher misstrauisch gegenüber da wohl vor einiger Zeit 60 Hunde nach Deutschland eingeführt worden sind, sie aber nie wieder was von den Hunden gehört hatte. Wir tauschten unsere Daten aus und fuhren nach Hause. Meiner Meinung nach sind viele Ukrainer sehr Hilfsbereit und auch hundefreundlich.


Überall gibt es eine Anzahl von Hunde-Hassern die das Bild einer Stadt oder einem Land zerstören können. Ich jedenfalls möchte mit den Betreibern das Tierheim „artgerechter“gestalten wollen und dafür brauchen wir Unterstützung und finanzielle Hilfe.


Wenn das Vertrauen zwischen dem Tierheim und uns besteht, ist die Betreiberin bereit, Hunde nach Deutschland zu vermitteln. Ich möchte unsere Erfahrung mit Fotos veröffentlichen um mehr Menschen für den Tierschutz (und den Umweltschutz) aufmerksamer zu machen. 


Ich hoffe auch das durch diese Veröffentlichung jemand dazu bereit ist mit mir eine Fotodokumentation über manche Missstände bedürftiger Tierheime in einer Zeitschrift zu veröffentlichen auch in der Hoffnung mehr Hilfe zu bekommen.

 

Kurz-Bericht zur aktuellen Lage in L'viv laut Aussagen

  • Es sind einige nur noch wenige Herrenlose-Hunde in L'viv unterwegs.
  • Man wüsste in L'viv nichts von einem Kopfgeld pro getötetem Hund wie bei uns in den Medien berichtet wird.
  • Man merkt eine größere Dezimierung seit dem letzten halben Jahr allerdings sollen die Tötungen mittlerweile mehr hinter den Kulissen stattfinden.
  • Ca. 1-2 mal Wöchentlich gibt es Meldungen über verendete Hunde.
  • Auch wurden 6-8 verendete Hunde gefunden die schon Kastriert und Sterilisiert waren. 
  • Einige herrenlose Hunde haben sich in den Wald zurückgezogen und können dort auch scheinbar überleben.
  • Vor kurzem wurde laut Ukrainischen Medien ein Massengrab mit ca. 20 Hunden in der nähe von Sychiv im Wald gefunden.
  • Auch wird von manchen Ukrainern vermutet dass das angebliche plötzliche auftreten von Tollwut eine Invasion von der Regierung sei um das Töten der Hunde zu rechtfertigen.
  • Einige Ukrainer wissen von den Tötungen der Herrenlose-Hunde nichts. (Den Eindruck hatte ich auch)
  • Es müsste mehr Aufklärungsarbeit geleistet werden um auch „unwissende“ zu informieren.
  • (Mehr haben wir nicht raus finden können aber wir hoffen das die Infos nützlich sind)


Kurzbericht über das Tierheim der Barmherzigkeit in L'viv

  • Das Tierheim der Barmherzigkeit ist das einzige im äußersten Westen der Ukraine
  • Zurzeit leben 250 Hunde im Tierheim statt erlaubten 120 Hunden. 
  • Natürlich ist gar keine Kapazität mehr vorhanden.
  • Einige Hunde leben mit Ihren Welpen vor dem Tierheim und werden auch täglich mit Nahrung versorgt.
  • Viele oder auch alle Hunde leben zwar relativ Sicher aber meiner Meinung nach in zu kleinen Zwingern. Einige wenige Hunde dürfen im Gelände frei herum laufen.
  • Auch sind die Zwinger nicht überdacht. Es gab aber im letzten Jahr keine Todesfälle aufgrund von Erfrierungen.
  • 2 Männer sind Tag und Nacht im Tierheim. Betreut wird es noch von der Leitung (Natascha) und einer Volontärin
  • Es sind zu wenige Tierärzte vor-Ort die Kostenlos oder mit wenig Entgelt arbeiten dass heißt, das die medizinischen Versorgungen der Hunde eher mittel bis schlecht ist.
  • Es fehlt Geld an Materialkosten.( Ein Gehege würde ca. 4000Griwna (umgerechnet 400 € ) kosten. Der Wille ist da, um einiges an diesen zuständen zu verändern. Einige Außenzäune lösen sich und somit wären die Hunde nicht mehr sicher genug.
  • Das Tierheim wird von der Stadtverwaltung mit 40000 Griwna (umgerechnet 4000€) jährlich für Hundefutter unterstützt. Laut Aussage reicht das Geld für Futter nur ein halbes Jahr. Einiges wird aus Privaten Taschen gezahlt und Privaten Tierschützern vor-Ort unterstützt.
  • Es besteht Kontakt mit Tierschutz-Organisationen wenn es um förmliche Dinge geht, aber keine aktive Hilfe beziehungsweise dauerhafte Unterstützung für das Tierheim.

 

 

Ich habe hier unten jetzt bewusst nur die Fotos gepostet, die im Vergleich mit anderen Bildern recht harmlos sind. Härte Bilder und auch Videos kann jeder bei Bedarf im Netz finden, aber ich möchte euch damit nicht konfrontieren, wenn ihr das nicht ertragen könnt.